Die Evangelische Kirchengemeinde Randerath gehört mit den Gemeinden Aldenhoven, Jülich und Linnich zur Region III des Kirchenkreises Jülich, obwohl sie nicht – wie die anderen – zum Kreis Düren, sondern zum Kreis Heinsberg gehört. Der zweimonatlich erscheinende Gemeindebrief “Regiobogen” wird gemeinsam von den Gemeinden Aldenhoven, Linnich und Randerath herausgegeben.

Die Gemeinden bieten regional ihre Freizeitmaßnahmen an, haben fünf regionale Gottesdienste im Jahr (Himmelfahrt – meist mit Regionalausflug, Buß -und Bettag, Bauernhofgottesdienst zu Beginn der Herbstferien, Reformationstag und Neujahr) sowie gemeinsame Gottesdienste in der Sommerkirche (außer Jülich).
Desweiteren gibt es gemeinsame Projekte.

Die Evangelische Kirchengemeinde Randerath ist eine Diaspora-Gemeinde mit langer Geschichte, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht.

Bereits Anfang des 17. Jahrhunderts fand hier eine Synode statt. Das Gemeindeleben war lange von der Situation der „Gemeinden unter dem Kreuz“ geprägt aber auch oft durch die enge finanzielle Lage eingeschränkt. Gottesdienste und Amtshandlungen fanden in behelfsmäßigen Unterkünften (Privathäusern, Scheunen), manchmal sogar heimlich, statt. Eine erste eigene Kirche wurde Ende des 17. Jahrhunderts errichtet. Sie wurde bei einem Großfeuer allerdings bald zerstört.

Die dann Anfang des 18. Jahrhunderts erbaute Kirche steht bis heute. Sie ist für diese Zeit und für diese Gegend typisch: eine in die Häuserzeile integrierte Saalkirche, bis nach dem 2. Weltkrieg flankiert von der evangelischen Schule auf der einen und dem Pfarrhaus auf der anderen Seite. Letzteres wurde nach seiner Zerstörung nicht wieder aufgebaut.

Nachdem die Gemeindegrenzen sowie auch die Zeiten mit eigener Pfarrstelle bzw. Mitverwaltung durch benachbarte Pfarrer immer wieder gewechselt haben, ist Randerath seit 1988 wieder mit einer eigenen Pfarrstelle versehen,

Anfangs hatten Georg und Beate Dickmann diese in eingeschränkten Dienstverhältnissen inne. Seit 2009 ist Beate Dickmann alleinige Dienststelleninhaberin mit 75 % Dienstumfang.

 Jahr

Bestattungen

 Trauungen

Taufen

Austritte

Aufnahmen

Konfirmierte

Gemeindeglieder

2011

9

2

16

9

6

17

1613

2012

13

7

11

2

5

5

1608

2013

20

2

8

5

8

16

1641

2014

11

1

12

7

0

16

1586

2015

13

2

12

12

3

16

1590

2016

15

6

10

7

2

12

1585

2017

 11 5 13 14 3 16

1575

2018

             

 

Gemeindebericht 2018

 

Allgemeines

 

Die Evangelische Kirchengemeinde Randerath ist eine Landgemeinde, deren Wurzeln mehr als 400 Jahre zurückreichen. Zu ihr gehören 16 Orte und Liegenschaften, räumlich ca. je zur Hälfte im Stadtgebiet Heinsberg und Geilenkirchen.

Mit Aldenhoven, Jülich und Linnich gehört sie zur Region III des Kirchenkreises Jülich.

Sie hat eine Predigtstätte, die denkmalgeschützte Kirche aus dem Jahr 1718, eingebaut in die Häuserreihe der Asterstraße in Randerath. Hinter der Kirche befinden sich ein Gemeindesaal, das Jugendheim und der Gemeindegarten.

Zur Gemeinde gehören ca. 1.600 Gemeindeglieder.

 

Mitarbeitende

Der Gemeinde ist eine 75 %-Pfarrstelle zugeordnet, die zurzeit durch Erteilung von Reli-gionsunterricht an der GGS im Gemeindegebiet einen Umfang von ca. 89 % hat.

Es gibt eine Stelle im Gemeindebüro mit 18 Wochenstunden und eine Küsterstelle mit 22,25 Stunden pro Woche incl. Hausmeister- und Reinigungstätigkeit.

Zwei Organisten teilen sich die Gottesdienste.

Insgesamt 70 Ehrenamtliche wirken in der Gemeinde mit, davon 6 Presbyter/innen.

Krabbelgruppen, Kindergottesdienste, Kinder- und Jugendarbeit, Kinder- und Jugendfrei-zeiten, Frauenarbeit und Erwachsenenbildung werden meist ehrenamtlich, z. T. durch Hono-rarkräfte betreut.

Eine Männerarbeit und ein Kirchenchor fehlen leider.

Eine Prädikantin befindet sich in der Ausbildung.

 

Gottesdienste

 

Die wöchentlichen Gottesdienste werden nach zwei Liturgien (der alten und einer neu erar-beiteten) gefeiert.

Einmal im Monat wird ein ‚Gottesdienst für Ausgeschlafene‘ eine Stunde später angeboten, viermal im Jahr gibt es Bibliologgottesdienste und mehrfach Jugend- und Familiengottes-dienste.

Musikalisch werden die Gottesdienste oft durch zwei Gesangsquartette bereichert.

Das Abendmahl wird monatlich ausschließlich mit Saft und Brot gefeiert. Kinder sind zuge-assen. Seit drei Jahren gibt es das Angebot von Einzelkelchen. Drei- bis viermal im Jahr gibt es ein Agapemahl.

 

 

Konfirmandenarbeit

 

Der Unterricht geht über ein Jahr mit zwei Unterrichtsstunden wöchentlich. Außerdem gibt es in dieser Zeit drei von der Pfarrerin und einem Jugendteam begleitete Wochenendse-minare, mindestens drei Exkursionen, zwei Projekttage und mehrere mitgestaltete Gottes-dienste. Viele Konfirmanden nehmen auch an der jährlichen 14tägigen Jugendfreizeit teil und besuchen das wöchentliche Jugendtreffen.

 

 

Soziale Projekte

 

Die Gemeinde hat vier dauerhafte Projekte: die ‚Schultankstelle‘, mit der Kinder aus benach-teiligten Familien im schulischen Bereich in Zusammenarbeit mit der GGS vor Ort unter-stützt werden, das Projekt ‚Hoffnung schenken‘, das in akuten Notfällen auch größere Sum-men zur Verfügung stellen kann, ein Projekt zur Unterstützung behinderter Kinder in Mom-basa über die Kindernothilfe und ein Direkthilfeprojekt, das einer kleinen Schule auf den Kapverdischen Inseln gilt.

Außerdem unterstützen wir die Flüchtlinge in unseren Dörfern in unterschiedlicher Weise, u. a. mit einem Deutschkurs für Frauen mit Kinderbetreuung.

 

Kirchenjubiläum

 

1718 wurde die Evangelische Kirche Randerath – nachdem sie im Jahr zuvor bei einem ver-heerenden Dorfbrand zerstört wurde – wieder aufgebaut. Dieses Jubiläum haben wir verbun-den mit verschiedenen Aktionen und dem Gemeindefest am 23. September als Höhepunkt gefeiert.

Leider musste die eigentlich geplante Innenrenovierung der Kirche verschoben werden, da die undicht gewordenen Flachdächer von Gemeindezentrum und Jugendheim dringenderen Handlungsbedarf erforderten.

 

Ausblick

 

Seit Jahren hält sich die Gemeindegliederzahl. Taufen und Sterbefälle, Zu- und Weggemein-dungen halten sich die Waage. Wiederholt überwogen im letzten Jahr allerdings die Austritte die Eintritte bei weitem.

Der normale Gottesdienstbesuch ist weniger, aber besser altersdurchmischt geworden.

Seit letztem Jahr bieten wir wieder einen wöchentlichen offenen Treff für Kinder an, der gut angenommen wird.

Nachdem wir in diesem Jahr ausnahmsweise die Jugendfreizeit in Bayern verbracht haben, werden wir – da unser gewohntes Ziel im Bergischen Land mit neuem Träger wieder offen ist – wieder dorthin fahren. Kosten und Aufwand sind geringer, die Akzeptanz sogar höher.

Die Rekrutierung neuer Jugendteamer und deren Ausbildung sind weiterhin wichtig für unsere rein ehrenamtlich laufende Jugendarbeit.

Überhaupt ist die Wertschätzung und Begleitung der Ehrenamtlichen weiterhin ein wichtiges Anliegen für unsere lebendige Gemeindearbeit.

 

November 2018

Pfarrerin Beate Dickmann

Zur Gemeinde gehören Dörfer und Liegenschaften sowohl aus dem Gebiet der Stadt Geilenkirchen als auch der Stadt Heinsberg:

 

aus dem Stadtgebiet Heinsberg:

  • Baumen
  • Berg
  • Blauenstein
  • Dremmen
  • Himmerich
  • Horst
  • Porselen
  • Randerath
  • Uetterath

aus dem Stadtgebiet Geilenkirchen:

  • Beeck
  • Flahstraß
  • Honsdorf
  • Hoven
  • Kogenbroich
  • Kraudorf
  • Leerodt
  • Leiffarth
  • Lindern
  • Müllendorf
  • Nirm
  • Würm
  • Zumdahl